Wasser ist eine der kostbarsten Ressourcen unserer Zeit und ist gerade an sonnigen Herbsttagen ein willkommenes Labsal für Wanderer. Wer die Sieben-Täler-Stadt Bad Herrenalb und ihre Höhenorte erkundet, darf sich freuen: An zahlreichen Stellen sprudelt frisches Trinkwasser aus Quellen und Brunnen, das kostenlos zur Verfügung steht. In der App „Trinkwasser unterwegs“ und der App Watrify-Trinkwasser sind sämtliche Standorte registriert.
Bad Herrenalb setzt auf kostenloses Trinkwasser
Mit diesem Angebot setzt Bad Herrenalb ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit, Gesundheit und Gastfreundschaft. Denn wer durch die Täler und Wälder wandert oder die Innenstadt erkundet, weiß die Erfrischung aus der Quelle besonders zu schätzen. Ob mitten in der Innenstadt, am Kurpark oder entlang beliebter Wanderwege, die Stadt Bad Herrenalb und die Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH betreiben mehrere Trinkwasserstationen, die Wanderer, Ausflüglern und Einheimischen gleichermaßen zugutekommen. Besonders praktisch: In der App „Trinkwasser unterwegs“ und der App Watrify-Trinkwasser sind sämtliche Standorte der sechs Trinkbrunnen in Bad Herrenalb registriert, die als öffentlichen Trinkwasserstationen von April bis Oktober in Betrieb sind. So erfrischt der Brunnen in Bernbach an der Bernsteinstraße die Wanderer am Einstieg zum Bernsteinfelsen und in Rotensol lädt der Schweizerbrunnen in unmittelbarer Nähe des Höhenrundwegs ein zu einer Rast.
Im Zentrum Bad Herrenalbs sprudelt im Kurpark seit der Gartenschau ein barrierefreier Trinkbrunnen mit zwei Höhenstufen, der es auch Rollstuhlfahrern ermöglicht, direkt zu trinken oder Flaschen aufzufüllen. Und ein nahezu identisches Modell findet sich auf dem Rathausplatz, das rund um die Uhr Trinkwasser kostenfrei anbietet. „Sobald die örtliche Straßenbeleuchtung eingeschaltet ist, werden die Außenbrunnen in Bernbach, Rotensol du an den Stadtwerken aus Ressourcengründen außer Betrieb genommen“, so Wassermeister Stefan Nofer, der auf den Trinkpavillon am Kurhaus verweist. Denn dort steht ganzjährig während der Öffnungszeiten des Pavillons Wasser für Gäste zur Verfügung.
Strenge Qualitätskontrollen
Damit jederzeit einwandfreies Wasser zur Verfügung steht, unterliegen die Trinkbrunnen regelmäßigen Prüfungen. Geprüft werden die klassischen Parameter für Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum: E. coli, coliforme Bakterien, die Koloniezahl bei 20°C und 36°C sowie Pseudomonas aeruginosa.
Für jede Probenahme wird beim beauftragten Labor Agrolab Wasseranalytik GmbH ein spezielles Probenahmeprotokoll angefordert. Vor Ort entnimmt ein zertifizierter Probenehmer mit geeigneten Flaschen die Wasserprobe. Wichtige Informationen wie Datum, Uhrzeit, Temperatur, Geruch oder eine mögliche optische Trübung werden sofort im Protokoll festgehalten. Anschließend wird die Probe in einer speziellen Transportkiste verpackt und gekühlt ins Labor geschickt.
„Der Probenehmer muss einen gültigen Probenahmeschein vorweisen und beim Labor als externer Probenehmer akkreditiert sein“, erklärt Nofer. „Das heißt, er ist in das Qualitätsmanagementsystem des Labors eingebunden. Nur so ist eine lückenlose und zuverlässige Analyse möglich.“
Doch warum sind nicht alle 20 Brunnen in Bad Herrenalb als Trinkbrunnen ausgewiesen?
Stefan Nofer liefert die Antwort: „Alle als Trinkbrunnen bezeichneten Anlagen werden mit Wasser aus klar definierten Quellen gespeist und regelmäßig beprobt. Das Wasser der Brunnen in der Kernstadt stammt von der Dobeltalquelle und wird über das Wasserwerk Dobeltal sowie den Hochbehälter Mayenberg ins Ortsnetz eingespeist. Der Trinkbrunnen in Rotensol erhält Quellwasser aus dem Eyachtal, während der Brunnen in Bernbach von der Quelle ‚Wiesenwässerle‘ versorgt wird.“
Missverständnisse entstehen häufig, wenn an einem Brunnen, wie derzeit am Kriegerdenkmal neben der Klosterkirche das Schild „Kein Trinkwasser“ angebracht ist. „Das bedeutet nicht zwingend, dass dort kein Trinkwasser fließt“, betont Nofer. „In solchen Fällen wird lediglich aus Kostengründen keine verpflichtende monatliche Beprobung vorgenommen.“
Die Zuständigkeit ist klar geregelt: „Die Trinkbrunnen am Rathausplatz, im Kurpark und bei den Stadtwerken sind Eigentum der Stadtwerke Bad Herrenalb und werden von diesen betrieben. Die Brunnen im Trinkpavillon, an der Bernsteinstraße, in Bernbach und in Rotensol gehören der Stadtverwaltung, werden jedoch ebenfalls von den Stadtwerken saisonal beprobt und überwacht“, erklärt Bürgermeister Klaus Hoffmann. Als Stadtoberhaput bietet er für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde die Möglichkeit, eine Patenschaft für einen Trinkbrunnen zu übernehmen. Damit kann jeder einen Beitrag dazu leisten, dass diese wertvollen Wasserstationen auch künftig zuverlässig gepflegt und erhalten werden.