Gesundheit - Wellness- und Wohlfühlort

Veröffentlicht am 16. März 2026 um 19:15

2026 steht die Wiedereröffnung der Therme in Bad Herrenalb im Fokus, die Jens Walter als  Tourismuschef des Kurortes als das entscheidende Herzstück für den Gesundheitstourismus nennt. Für das laufende Jahr wurden in Kooperation mit Corinna David, Stellvertretende Geschäftsführerin der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald drei klare Zielsetzungen definiert, die die Stadt und die Region nachhaltig prägen sollen. 

Unter dem Motto „Kreativ denken – innovativ handeln“ setzte das Treffen einen zentralen Impuls beim Thema Gesundheit. Diese ist in Bad Herrenalb traditionell tief verwurzelt, soll nun aber modern interpretiert werden. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Evolution des klassischen Kurwesens hin zum Megatrend Longevity. Dabei geht es nicht allein um das Älterwerden, sondern um die Maximierung der sogenannten „Gesundheitsspanne“. Corinna David betont die besondere Aura der Region: „Der Nördliche Schwarzwald ist ein Kraftort, ein Platz, an dem Entschleunigung leichtfällt und die Natur in ihrer ganzen Schönheit erfahrbar wird. Bad Herrenalb ist dabei der ideale Rückzugsort für Körper und Geist.“

Bad Herrenalb möchte hier Pionierarbeit leisten. Das Konzept, das intern als „Longship“ bezeichnet wird, nutzt das Bild eines Wikingerschiffs als Metapher für Stärke und Entdeckergeist. „Es geht darum, das eigene Lebensschiff sicher und kraftvoll durch die Zeit zu steuern“, so Jens Walter. Statt Krankheiten nur zu behandeln, soll Prävention durch optimierte Ernährung und Training die Gäste bis ins hohe Alter fit halten. Auch für die neue Therme, die Ende des Jahres ihre Tore öffnet, wird Wellness laut Walter neu gedacht: „Wellness bedeutet mehr als reine Entspannung. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne.“ Während die Therme im letzten Öffnungsjahr 2024 bis zur Schließung im Mai knapp 40.500 Besucher verzeichnete, setzt Walter die Messlatte für das erste volle Betriebsjahr nun deutlich höher an: Ein Volumen von 100.000 Gästen ist das erklärte Ziel. Dieses ambitionierte Wachstum soll durch eine gezielte Ansprache der Gäste erreicht werden. Corinna David unterstützt diesen Kurs und sieht in der Therme einen unverzichtbaren Baustein, mit dem die Stadt vor allem beim Tagestourismus massiv punkten kann.Zudem plant er, durch Angebote wie Yoga verstärkt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Diese soll auch abseits der Wellnessangebote attraktive Freizeitmöglichkeiten entdecken, etwa beim Goldwaschen in der Alb, oder bei einer Entdeckertour mit dem lokalen „Exit Game“.

Sehnsuchtsort mit Weitblick

Beim Thema Wandern verlässt Bad Herrenalb die Pfade reiner Kilometerangaben; im Fokus steht das Gefühl. Als besonderen „Sehnsuchtsort“ hat das Tourismusteam Bad Herrenalb den Drachenfliegerplatz auserkoren. Marketingchefin Julia Riegger erläutert die verschiedenen Wege zu diesem Ziel: Ob die „Drachenflieger-Tour“ für den perfekten Sonnenuntergang, die anspruchsvolle „Gipfelstürmer-Tour“ von Bernbach über den Schweizerkopf oder die „Bernbacher Grenzerfahrung, am Ende steht das Erlebnis, die eigenen Grenzen zu spüren und mit einem weiten Blick belohnt zu werden. „Manchmal braucht es kein Flugticket, um die große Sehnsucht zu stillen“, so ihr Tenor.

Nachhaltig ankommen mit dem X63

Damit die Erholung für Wandern und Wellness stressfrei beginnt, rückt die Mobilität in den Fokus. Die Buslinie X63 zwischen Calw und Bad Herrenalb spielt hierbei die Hauptrolle. „Mobil zu sein bedeutet heute, die Region nachhaltig und unkompliziert zu erleben“, erklärt Corinna David. Der moderne Regionalbus e verbindet attraktive Ausflugsziele, idyllische Naturerlebnisse und charmante Orte entlang der Strecke, bequem erreichbar mit dem ÖPNV. Wer mobil unterwegs ist, genießt die Freiheit, Wanderungen flexibel zu planen und neue Lieblingsplätze stressfrei zu entdecken. „Einsteigen, zurücklehnen, Schwarzwaldblicke genießen, das ist Urlaubsgefühl ab der ersten Minute“, so David, die zudem darauf verweist, dass es entlang der abwechslungsreichen Tour, Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten gibt, die sich ideal mit der Busfahrt kombinieren lassen.